GASTRONOMEN MIT HERZBLUT.

02.11.17 Gießen

KÜNSTLER MIT STIL.

27.10.17 Gießen

HERZBLUT.

23.09.17 Gießen

BLICK HINTER DEN VORHANG.

20.10.17 Gießen

GASTRONOMEN MIT HERZBLUT.

02.11.17 Gießen

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Das Rezept für eine erfolgreiche Gastronomie? Leidenschaft und Liebe zu guten Zutaten. Wie zwei der kreativen Köpfe hinter der Giessener Burgerinstitution Gutburgerlich und den Cafes Schwätzer & Söhne sowie Sohnemann ticken, lesen Sie hier.

Wie würdet ihr das Gutburgerlich bzw. das Schwätzer & Söhne und das Sohnemann beschreiben?

Als frisch, individuell, chaotisch, liebenswert, herzlich und kreativ.

Wie ist eure Story? Wie kamt ihr zur Gastronomie?

Wir beide sind schon länger in der Gastro unterwegs und haben in verschiedenen Betrieben Erfahrung gesammelt. Am Anfang als Nebenverdienst, bis dann schnell die Leidenschaft geweckt wurde.

Wie lange hat es von der ersten Idee bis zur Eröffnung des Gutburgerlich gedauert?

Circa ein halbes Jahr. Uns kam das damals ewig vor.

Was liebt ihr an der Gastronomie, was treibt euch an?

Vielfältigkeit, Kreativität, Adrenalin und Selbstverwirklichung fallen uns da spontan ein. Es kann unglaublich befriedigend sein nach einem stressigen Tag zu merken, dass man Gäste glücklich gemacht hat und sei es auch nur für die Dauer eines Mittagessens.

Wie fühlt es sich an selbstständig zu sein?

Sein eigener Chef zu sein, hat für uns klare Vorteile. Letztlich setzen nur wir uns Grenzen. Wir können uns ausleben und selbst verwirklichen, was unglaublich erfüllend ist. Allerdings kommt mit der Selbstständigkeit auch viel Verantwortung. Mitarbeiter verlassen sich auf dich und sind natürlich auch von deinen Entscheidungen abhängig.

Wo findet ihr Inspiration für eure Burger?

Eigentlich überall. Das kann ein Essen in einem Restaurant sein, eine Kochsendung, ein Artikel, Rezeptbücher oder eine Unterhaltung mit Gästen und Freunden. Am meisten Freude macht uns das Entwickeln von neuen Kreationen mit unserem Team.

Wieso noch Schwätzer & Söhne und Sohnemann?

Wir möchten uns gerne weiterentwickeln. Stillstand ist Gift für Kreativität. Daher wollten wir unbedingt ein neues Projekt starten. Minas Leidenschaft ist alles rund um das Thema Kaffee und mit Philipp haben wir den perfekten Partner gefunden, der uns bei den neuen Projekten unterstützt und ergänzt.

Wie fühlt ihr euch nach Feierabend?

Meistens einfach nur müde. Im Optimalfall befriedigt und entspannt. Oftmals aber auch angespannt, weil man weiß, dass es am nächsten Tag wieder weiter geht und man schon an die kommenden Herausforderungen denkt.

Was beschäftigt euch, wenn ihr nicht arbeitet?

Neue Ideen. Aber eigentlich sind wir pflegeleicht und denken viel über Essen nach. Ansonsten beschäftigen auch wir uns mit unseren Familien, Freunden, Sport und Politik.

Was sind die Zukunftspläne? Kommt nach Schwätzer & Söhne und Sohnemann noch eine Tochter?

Ausgeschlossen ist nichts. Solange wir Spaß an der Arbeit haben und Ideen da sind, werden wir versuchen uns weiterzuentwickeln.

Was würdet ihr anderen mit auf den Weg geben?

Einfach mal machen! Aber wenn, dann richtig. Mit Leidenschaft und vollem Einsatz.

KÜNSTLER MIT STIL.

27.10.17 Gießen

Kai Krieger im Interview

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Bilder sagen ja angeblich mehr als 1000 Worte. Und wenn man die Bilder von Kai Krieger, Teil des Künstlerkollektivs 3Steps, betrachtet, stimmt das wohl auch. Unser Interview mit dem Giessener Künstler, Kurator und Unternehmer wollen wir Ihnen trotzdem nicht vorenthalten.

Wie würdest Du Graffiti definieren?

Graffiti ist das Hinterlassen von Malerei oder Schriftzeichen an Wänden. In der heutigen Form meist mit der Sprühdose. Aber eigentlich ist das Farbmedium egal. Hauptsache, es kommt was an die Wand.

Woher kommt die Begeisterung fürs Sprayen?

Bunte Graffitiwände der 90er haben mich und meine Partner begeistert. Seit Kindertagen habe ich schon immer reges Interesse an Kunst und Malerei.

Wann kam der Gedanke, aus dem Hobby einen Beruf zu machen?

Der Wunsch nur zu malen und kreativ zu arbeiten war schon immer da. Nach dem Studium kam dann der Entschluss dem Herzen zu folgen.

Es gibt relativ wenige Artists, die vom Graffiti leben. Was muss man mitbringen um davon leben zu können?

Entschlossenheit, Fleiß und Freude.

Wie würdet ihr jemandem euren Ansatz, eure Philosophie beschreiben?

Wir sind Piraten. Wir haben ein Ziel vor Augen, wissen aber nie, was uns auf hoher See noch alles passieren kann. Wir machen Versprechen, und lösen sie auch irgendwann ein. Wir stehen zu unserem Wort. Wir machen und leben die schönen Dinge, schrecken aber auch nicht vor den hässlichen zurück. Man liebt und hasst uns und unsere Arbeiten. Wir wollen Dinge tun und erschaffen die „Ambivalenz“ Anziehung und Ablehnung zugleich hervorzurufen.

Hat das Malen Einfluss auf Deinen Lifestyle?

Beides beeinflusst sich ständig gegenseitig.

Gehört Street Art ins Museum? Stichwort Banksy?

Ja, klar. Aber es gehört auch weiterhin auf die Straße und manche Arbeiten explizit nur dorthin.

Hast du noch andere Leidenschaften? Musik? Literatur? Kino?

Genau die. Gute Rockmusik, tolle Kunst und Kinderbücher, coole Kinofilme und Comics und natürlich meine Familie und Freunde.

Wo findet Du Inspiration?

Im Leben, in benutzten Materialien und Gebäuden oder gebrauchten Gegenständen, in der Kunstgeschichte, in Magazinen und Zeitschriften, in der Musik oder beim Fotografieren.

Kannst Du Dir ein Leben ohne Writing vorstellen?

Nein, die Menschen haben schon immer Botschaften und Bilder auf Wänden hinterlassen. Gerade Writing bedeutet den eigenen Namen zu schreiben. Jeder Mensch sollte seinen Namen an Wände schreiben, um zu zeigen: Hey, ich bin hier, wir sind hier, wir sind alles Individuen und doch eine Gemeinschaft. Auf Urban Art mit Graffiti Art oder Street Art wäre ich persönlich im Schaffen nicht so beschränkt.

Was für ein Gefühl hast Du, wenn ein Werk fertig ist?

Das kommt immer auf den Produktionszyklus an. Unter Zeitdruck bei Ausstellungsvorbereitungen hat man kaum Zeit um inne zu halten. Hier geht es direkt mit dem nächsten Werk weiter. Die Zufriedenheit kommt dann meist erst mit dem Abstand nach der Ausstellungseröffnung, bei der Betrachtung von Fotos oder bei der Erstellung eines Kataloges. In ruhigen Zeiten kommt oft der Gedanke: Genau so soll es sein. Freude.

In welcher Tradition siehst Du Dich? Klassisches Writing oder Streetart?

Derzeit sehe ich das Schaffen unseres Kollektivs in gar keiner Tradition. Als wir begonnen haben auf der Straße zu malen, haben wir sowohl klassisches Writing, Graffiti als auch Street Art gemacht. Das Writing hat dann zunächst überwogen, wobei die gegenständliche Wandmalerei uns viel umtrieben hat. Heute nutzen wir Techniken beider Genres für unsere urbane Ausdrucksform, bei der für uns ganz klar die Inhalte mehr im Vordergrund stehen, als die Technik oder das Medium. Wobei letztere die Inhalte gut unterstützen. 

Wie wichtig ist Graffiti und Streetart für ein Stadtbild?

Graffiti und Street Art sind bedeutende Ausdrucksformen der Menschen. Menschen leben in Städten, also gehört es ganz klar zu einer Stadt dazu. Vielleicht lässt sich über die Art und Weise diskutieren. Ich glaube aber, der Mensch macht weitaus Schlimmeres, als Farbe an Wände zu bringen. Ohne derartiges würde ich etwas in der Stadt vermissen. Und genau deshalb holen wir mit dem RIVER TALES Festival (www.flussgeschichten.de) die Farbe in die Stadt.

HERZBLUT.

23.09.17 Gießen

Die Köhler Kampagne Herbst/Winter 2017

Für unsere neue Kampagne haben wir uns wieder auf die Suche nach kreativen Köpfen gemacht, die unsere ausgewählten Kollektionen im wahrsten Sinne mit Leben füllen. Dafür haben wir vier besondere Menschen vor der Kamera von Fotograf Mike Meyer zusammen gebracht, die mit ihrem Tun, aber vor allem mit ihrer Persönlichkeit begeistern: Kai Krieger, Sven Krautwurst, Minas Adis und Dominic Büttner. Ein Künstler, ein Tänzer und zwei innovative Gastronomen repräsentieren so eine Vielfalt, die sich auch in der Mode widerspiegelt. Gleichzeitig bereichern sie die Region mit Herzblut, Engagement und Leidenschaft. Und das passt ziemlich gut zu dem, was auch uns täglich antreibt.

Noch mehr Kampagnenmotive und Bilder mit Herzblut gibt’s übrigens auf unserem Instagram-Profil.

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20.10.17 Gießen

Ein Interview mit Sven Krautwurst

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Sven Krautwurst ist Tänzer in der Tanzcompagnie am Stadttheater Gießen. Und glücklicherweise konnten wir ihn für unsere Herbst/Winter Kampagne als Model gewinnen. Am Set blieb uns Zeit für ein kleines Interview, das wir hier gerne mit Ihnen teilen.

Was macht für Dich den Reiz des Tanzens aus?

Es ist meine Leidenschaft. Tanz fordert mich, erobert mich, lässt mich leiden und auch überglücklich sein. Er lässt mich politisch, kritisch oder verrückt sein. Ich kann sagen, Tanz ist mein Leben.

Woher kommt die Leidenschaft für Tanz?

Sie begann mit meiner ersten Stunde Tanzunterricht. Ich war knapp 15 Jahre alt, als in meiner Schule die Mädchen des Dorfeigenen Karnevalsvereins ein paar Jungs zur Unterstützung ihrer Truppe suchten. Alle Jungs aus meiner Klasse wollten gehen. Am Ende stand nur ich da, was mich anfangs ein wenig eingeschüchtert hat. Zum Glück hat mich die Trainerin an der Ecke warten sehen und mich zu ihr gerufen. Ich hatte meine erste Probe und mich sofort in den Tanz verliebt. Aus dieser Verliebtheit wurde ein leidenschaftliches Hobby und letztendlich mein Traumberuf.

Wann dachtest Du das erste Mal, „Das ist es, was ich machen will“?

Das war glaube ich mit ca. 20 Jahren, also knapp fünf Jahre später. Allerdings hat mir der Mut und auch der Glaube an mich selbst gefehlt um diesen Schritt zu wagen. Es dauerte letztendlich noch weitere sechs Jahre, bis ich mich getraut habe, mich bei einem Vortanzen für eine Tanzausbildung anzumelden.

Kannst Du Dir einen 9 to 5 Job vorstellen?

Nein. Schon vor meiner Zeit als Tänzer hatte ich in der Gastronomie als Serviceleiter keinen 9 to 5 Job. Und in meiner Berufsausbildung zum Heizungs- und Lüftungsbauer wurde mir klar, dass ich das nicht ewig machen würde. Jedoch war das Tanzen da noch in weiter Ferne. Hätte mir damals jemand gesagt, dass ich als Tänzer festangestellt an einem Theater arbeiten werde, hätte ich ihn ausgelacht.

Was muss jemand mitbringen, der professionell tanzen will?

Ich denke man kann alles schaffen, wenn man hart genug dafür arbeitet. Aus Erfahrung sage ich aber, du musst es lieben und leben. Also Herz und Willensstärke!

Gab es Momente in Deiner Karriere, in denen Du ans aufhören dachtest?

Ja, die gab es. Die Zeit als Tänzer kann sehr begrenzt sein. Je nachdem wie fit der eigene Körper ist. Da ich für einen Tänzer sehr spät als Profi am Theater angefangen habe, ist es manchmal nicht einfach mit den jungen Kollegen mitzuhalten. Es kommt schnell ein Konkurrenzdenken auf. Zumindest war es bei mir so. Ich dachte, ich müsste aufhören, weil ich zu alt bin und somit nicht mehr mithalten kann.

Was hat Dich bewegt weiter zu machen?

Ich habe meine Einstellung geändert. Ich sehe meine jungen Kollegen nicht mehr als Konkurrenz. Eher versuche ich neues zu lernen. Die jungen bzw. neuen Tänzer kommen aus anderen Schulen, mit anderer Technik und Ausbildung. Ich lerne von ihnen und hoffe, dass sie auch von mir als erfahrenem Tänzer noch etwas für ihre Zukunft lernen können.

Zu wie vielen Prozent ist der Beruf harte Arbeit? Zu wie vielen Glück oder Zufall?

Für mich ist es 80 Prozent harte Arbeit, 15 Prozent Glück und 5 Prozent Zufall.

Was ist für Dich das Schönste an Deiner Kunst?

Ich kann sein was und wer ich bin. Ich kann Menschen mit meiner Kunst zum Lachen bringen, zum weinen, zum nachdenken. Ich kann politisch oder kindisch sein, humoristisch oder psycho. Ganz egal was oder wer oder wie, ich kann das Publikum für ein paar Augenblicke aus dem Alltag entführen und es mitnehmen in meine Welt. Ins Theater.

Wann war es für Dich ein perfekter Abend?

Sollte ich sagen, „das war ein perfekter Abend auf der Bühne“, wäre es der Moment für mich zurückzutreten. Denn ich glaube, wer denkt perfekt zu sein, hat aufgehört perfekt zu werden. Es geht immer besser. Jedoch war für mich, auch wenn es komisch klingt, jeder Abend auf der Bühne etwas Besonderes, denn kein Abend im Theater ist wie der andere.

Was treibt Dich an? Besser werden? Applaus? L’Art pour l’Art?

Mich stetig neu zu erfinden, andere Seiten an mir zu entdecken. Die Kunst mich zu verwandeln. Natürlich auch besser werden. Ganz egal ob technisch oder in der Präsenz.

Ist Erfolg ein Thema für Dich?

Klar ist er das. Streben wir nicht alle nach Erfolg im Leben?

Lebst Du Deinen Traum?

Ja!